Uniater ist ein gemeinnütziger Theaterverein für junge Erwachsene aus Potsdam und Berlin. Der Verein legt den Fokus auf den Bereich der künstlerischen Forschung, wobei die Idee grundlegend ist, Studierende, Berufseinsteiger*innen und Berufstätige miteinander zu vernetzen und spielerisch in Kontakt mit anderen Lebenswirklichkeiten zu bringen. Gerade die Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven dieser „Expertinnen und Experten des Alltags“ stellt eine große Bereicherung der künstlerisch anspruchsvollen Arbeit dar. Besonders dokumentarische Spielformen stehen seit der Gründung im Oktober 2012 im Mittelpunkt: Immer wieder werden theaterfremde Texte wie Spammails, Kommentare aus Internetforen, Youtube-Videos oder Material aus Social-media-Plattformen zur Grundlage von Schauspielszenen gemacht und originalgetreu wiedergegeben. Die Fragestellung, die dabei spielerisch bearbeitet wird, ist, wie sich die Gesellschaft durch neue Technologien verändert.

Seit der Vereinsgründung sind die Schauspielproduktionen “Grimm?!” (2013) und  “Spam!” (2014) entstanden, die jeweils mit einem Förderpreis der deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Telefónica Deutschland Think Big ausgezeichnet wurden. 2015 entstand „#theater“, das in der Festivalvariante „#networks“ im Oktober 2015 zum internationalen Theaterfestival FITUT nach Tanger, Marokko eingeladen und mit dem Sonderpreis der Jury sowie dem Preis für Beste Regie ausgezeichnet wurde.

Daneben konnten verschiedene szenische Lesungen im freiLAND Potsdam (2012/’13/’14) oder im freien Radio Potsdam (frrapó 2013) sowie Impro-Shows im KuZe Potsdam, der Freien Kunstschule Potsdam oder im Sound(g)arten der Fabrik Potsdam erfolgreich umgesetzt werden.

Uniater bemüht sich – neben Eigenproduktionen – regelmäßig um Kooperationen mit anderen Künstlern anderer Sparten. So konnte im September 2013 unter dem Titel “Love Songs And Love Stories” eine szenische Lesung von Shakespeares “Venus und Adonis” mit dem Musiktheaterensemble I Confidenti verwirklicht werden. Erfahrungen mit internationalen Kooperationen sammelte das Ensemble im September 2014 gemeinsam mit der polnischen Puppentheatergruppe Klinika Lalek Entstanden ist das Straßentheaterspektakel „Momo“ nach Michael Ende, das vom deutsch-polnischen Jugendwerk und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wurde.